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Feuerwehr in Chile

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Auf meiner Dienstreise nach Chile nutzte ich die Gelegenheit eine der dortigen Feuerwehren zu besuchen und habe ein paar der Impressionen für Euch fotografiert. In Chile befinden sich 15 Regionen inkl. der Hauptstadtregion, ähnlich unserer Bundesländer, die gesamte Feuerwehr in Chile ist freiwillig. An der Wache (Company) die ich besuchte, die Bomba Germania der Stadt Valparaiso, übernachten immer 8 Feuerwehrleute und halten Bereitschaft. Es gibt aber auch Abende an denen sich die Wache als nicht Einsatzbereit meldet und niemand vor Ort ist,  tritt der Fall einer Großschadenslage ein, finden sich jedoch relativ schnell die Kameraden wieder an der Wache ein. Der einzig bezahlte an der Feuerwehr ist der Maschinist, ähnlich eines hauptamtlich Beschäftigten in unseren Feuerwehren. Alleine die deutsche Wache fährt ca. 300 Einsätze pro Jahr von technischer Hilfe bis zum Großfeuer.

b_187_0_16777215_00___images_feuerwehren_ffg_Karte1.jpgAls vor 100 - 150 Jahren Einwanderer aus Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien, Israel, England oder Amerika in Chile mit Ihren gegründeten Firmen sesshaft wurden hatte man keine Feuerwehr. Daraufhin entschieden diese eine Feuerwehr zu gründen. Jedes Einwandererland gründete seine eigene Feuerwehr und so kommt es, dass heute die Landes-Wachen alle nebeneinander liegen und sich dort die Deutsche Feuerwehr direkt neben der Französischen Wache befindet usw. Insgesamt finden sich dann ca. 16 dicht aneinander liegende Wachen in Valparaiso. Ich hatte beim meinem Aufenthalt die Deutsche Wache - Station 2 besucht. 51 Personen sind in dieser Wache aber nur 20 sind aktiv in der Feuerwehr tätig. Familie und Freunde halten sich mit an der Wache auf und wer plant in der Feuerwehr mitzumachen muss jemanden kennen, oder aus einer der Familien kommen. Die Feuerwehren der Engländer oder Franzosen haben auch Frauen in der Feuerwehr, an der deutschen Wache sind diese jedoch nicht im aktiven Dienst. Es gibt eine Jugendfeuerwehr an der man mit 15 Jahren teilnehmen kann und drei Jahre später mit 18 Jahren in den aktiven Dienst übertritt. Sicherlich machen die Jugendfeuerwehren auch teilweise bei Einsätzen mit, aber erst mit 18 Jahren sind die Mitglieder dann versichert.

Als Fahrzeuge finden sich zum Beispiel ein „Rescue&Pump“ ähnlich eines Rüstwagens oder Löschfahrzeuge mit 3000 Liter Wasser mit identischer Ausstattung wie in Deutschland. Am Anfang der Bildergalerie sieht man eine Drehleiter der Fa. Magirus-Deutz aus dem Jahre 1958 mit einem 40m langen Leiterpark ohne Korb, welche sich noch heute im aktiven Dienst befindet. Die Einsatzkleidung der Kameraden wird gestellt, diese Kleidung ist in allen Landesfeuerwehren identisch und auch wieder unserer Ausstattung sehr ähnlich. Lediglich anhand der Wappen und der unterschiedlichen Helme lassen sich die Kameraden der verschiedenen Nationen unterscheiden. Ausgehuniformen müssen von den Feuerwehrkameraden selbst gekauft werden. Die deutsche Sprache findet sich auf Fahrzeugen und Abzeichen wieder. An der Wache wird in der Landessprache Spanisch gesprochen, jedoch wenn sich Kameraden zum Beispiel an einem Fahrzeug melden wird das Wort „Hier“ noch benutzt und zeugt von der Vergangenheit. 

Autor und Besucher: Sean Wright

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